The House of the Devil

USA 2009 / DIGITAL / 93 MIN REGIE Ti West DARSTELLER Jocelin Donahue / Tom Noonan / Mary Woronov / Greta Gerwig / AJ Bowen / Mary B. McCann / John Speredakos DREHBUCH Ti West PRODUZENT Josh Braun / Larry Fessenden / Roger Kass VERLEIH MPI Media Group / Nicole Mikuzis

"Babysitterin Sam übernimmt unter dubiosen Umständen einen Job in einem nicht minder dubiosen Haus. Hommage an das Horrorkino der frühen 80er Jahre, das ein Wiedersehen mit Walkman und Wählscheibentelefon beschert und allein in diesem Verkaufsargument sein Heil sucht, da man offensichtlich keine Ahnung hatte, was man mit diesem Szenario anstellen sollte. Deswegen vergeht gut ein Drittel des Films damit, dass Sam planlos im Haus herumsitzt oder –läuft, mal in alle Zimmer hineinsieht, Billard spielt oder fernsieht, während uns die Musik suggerieren will, dass das atmosphärische, dramatische Szenen sind und eben nicht ereignisloser, langweiliger Quatsch. Da wird schon mal das Auffinden von ein paar Haaren in der Badewanne als Spannungshöhepunkt zelebriert. Auch dürfte The House Of The Devil der erste Film sein, der einen das Warten auf eine Pizza annähernd in Echtzeit miterleben lässt. Wenn im letzten Viertel dann der bisherige Look des Films einem für die 80er Jahre anachronistischen DV-Camcorderbild weicht, kommt dem Teufelshaus mit dem visuellen Konzept auch noch der allerletzte Rettungsanker abhanden. Weil dem Rezensenten seine Lebenszeit lieb und teuer ist, hat er das Kino entgegen seinen sonstigen Gepflogenheiten bereits nach 70 Minuten verlassen. Ihm wurde aber im Anschluss an die Vorstellung versichert, dass der Unfug nach gleichem Schema weiterging." Lukas Jötten