Just Walking

REGIE Agustín Díaz Yanes DARSTELLER Diego Luna / Victoria Abril / Ariadna Gil / Pilar López de Ayala / Elena Anaya / José María Yazpik / Dagoberto Gama / Everardo Arzate DREHBUCH Agustín Díaz Yanes PRODUZENT Eduardo Campoy / Pablo Cruz / José Manuel Lorenzo VERLEIH Tiberius Film

„In Madrid sitzt Aurora gerade ihre Haftstrafe für einen schiefgelaufenen Überfall ab. Ihre Komplizinnen Ana, Gloria und Paloma wurden nicht erwischt. Für die vier war das Leben bisher wahrlich kein Zuckerschlecken. Ana, Auroras Schwester, arbeitet als Prostituierte und sehnt sich nach Geld. Deshalb nimmt sie auch den Heiratsantrag von Félix an, einem brutalen und stinkreichen Drogendealer aus Mexiko, der sie vergöttert. Sie folgt ihrem Mann nach Mexiko. Kurze Zeit später bekommt Gloria einen Anruf von dort. Ana möchte, dass ihre Freundin sie besucht. Die Geschäfte ihres Mannes würden gut laufen und sie überlege gerade, ob man nicht gemeinsam etwas aufbauen könne. Als Aurora entlassen wird, holt Paloma sie aus dem Knast ab. Die beiden müssen einen Flug von Madrid nach Mexiko Stadt erreichen. Dort werden sie von Ana und Gloria erwartet. Ana ist mit ihrem neuen Leben unglücklich. Zwischen Alkoholabstürzen und Schlägen ihres Ehemanns hat sie den goldenen Käfig wahrgenommen, in dem der Drogenbaron seine Frau gefangen hält. So kann es nicht weitergehen, und Ana hat einen Plan ausgeheckt, bei dem es um viel Geld und um Rache geht“ (www.berlinale.de).

Ein Stream der Pressekonfrenz bei der Berlinale ist hier zu finden.

"Aus Rache plant ein Frauentrio, die (männliche) Unterwelt Mexikos zu berauben. Harter Caperfilm mit einer Reihe unnötiger und unlogischer Drehbuchschlenker. Während er sich auf das wesentliche konzentriert durchaus unterhaltsam, ist der Film für die erzählte Geschichte letzten Endes mindestens eine halbe Stunde zu lang." Lukas Jötten

„'Just Walking' lief im Panorama der diesjährigen Berlinale und gehörte darin zu den besten Filmen der Sektion. Regisseur Agustín Díaz Yanes demontiert den Machismo der Gangster, in dem er sie weitgehend als ritualgetriebene Marionetten präsentiert, die ihre Macht und Stärke nur auf dem Respekt gegenüber diesen Unterdrückungsregeln aufbauen. Ihnen werden die Frauenfiguren gegenüber gestellt, die mit Energie und Kraft an der Gestaltung ihres eigenen Schicksals arbeiten. Dabei müssen sie sich mit den männlichen Gegnern auseinandersetzen. Da Agustín Díaz Yanes auf Seiten der Männer geschickterweise auch Zwischentöne einführt, gelingt ihm ein differenziertes Bild im Gewand eines Genrefilms, das rasant, kraftvoll und grimmig als Metapher auf die allgemeinen gesellschaftlichen Verhältnisse funktioniert. Denn das Milieu ist nur ein Symbol für eine universelle Betrachtung über Macht, Selbstverwirklichung und die Notwendigkeit dafür zu kämpfen." Stefan Dabrock